Dienstag, 21. Mai 2013

Schönbrunner Zitrustage 2013

Hier kommen ein paar Eindrücke von unserem gestrigen Tag in Schönbrunn. Gestern war trotz Feiertag ein stressiger Tag und ich habe es geschafft, mein Knipseding daheim zu vergessen, daher habe ich leider nur Fotos von meinem Ei zu bieten.

Esskultur-Katha hat einen wunderbar spannenden Vortrag über Zitrusfrüchte gehalten, ich habe viel gelernt und wir durften jede Menge Zitrusfrüchte verkosten. Gar kein Vergleich zum Vorjahr, wo das alles gar nicht organisiert war und wir in einem riesigen Haufen Leute gestanden sind und gerade mal ein winziges Stück Bergamottschale bekommen haben.

Ich weiß jetzt, was mir bisher alles an Aromen entgangen ist und wie Zitrusfrüchte schmecken können! Leider werde ich auch weiterhin nur bei solchen Verkostungen so tollen Zitrusfrüchte probieren können, denn kaufen kann man die meisten dieser Schätze leider nirgends.

Wenn jemand wirklich schöne Fotos von Zitrusfrüchten sehen will: Ab zu Kathas Blog!














Und damit beende ich mal mein inflationäres Bloggen, das ich die letzten Tage betrieben habe. Ich tu grad so, als hätte ich sonst nichts zu tun! ;)

Montag, 20. Mai 2013

Blogevent Österreich kulinarisch

Schon ein Jahr lang gibt es den Plan, dass ich bei Zorra ein Event betreue - ein Thema, das mir am Herzen liegt, nämlich die Vielfalt der österreichischen Küche. Danke an Zorra für ihre Geduld! Nun endlich ist dieses Ei ausgebrütet und ich möchte euch alle herzlich einladen, mich mit Rezepten aus meinem Heimatland zu überraschen und zu zeigen, dass man hier mehr kennt als Wiener Schnitzel und Apfelstrudel.

Hier lang geht es direkt zum Event im "Kochtopf".

Einsendeschluss ist der 15. Juni 2013. Wie immer bitte einen Kommentar mit dem Link zu eurem Beitrag bei Zorra hinterlassen, außerdem Verlinkung auf diesen Blog und zu Zorra nicht vergessen. Maximal zwei Beiträge pro Blog, nur neue Rezepte, keine aus dem Archiv bitte. Allgemeine Fragen zum Event beantwortet findet ihr bei Zorras FAQs.

Ich freue mich schon, ein Monat lang alle Rezepte sammeln zu dürfen, mit denen ihr mich zuschüttet!


Blog-Event LXXXVIII - Oesterreich kulinarisch (Einsendeschluss 15. Juni 2013)


Hier kommen die Codes für die Banner:

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<a href="http://www.kochtopf.me/blog-event-lxxxviii-oesterreich-kulinarisch" title="Blog-Event LXXXVIII - Oesterreich kulinarisch (Einsendeschluss 15. Juni 2013)"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7366/8752657375_221377728c_b.jpg" width="400" alt="Blog-Event LXXXVIII - Oesterreich kulinarisch (Einsendeschluss 15. Juni 2013)"></a>


Sonntag, 19. Mai 2013

Update Erdäpfelplantage

Plantage oder so ...
Na ja zumindest einen sehr großen Topf habe ich mit Erdäpfeln bestückt zwecks gemeinschaftlichem Blogger-Erdäpfel-Experiment.

Die Giftige Blonde hat derzeit viel Grün und will nicht auf ihren Mann hören.
Bei Corinna habe ich geschaut,  aber leider kein Update finden können.
Birgit hingegen ist voll dabei und muss sogar um Verständnis bitten, weil sie eine Rätselauflösung verschoben hat wegen der Erdäpfel.
Anja hat ihren Erdäpfeln eine ganz schicke Einfassung aus Blümchen verpasst - na wenn die Erdäpfeln da nicht gern wachsen, weiß ich's nicht!
Bei Pauline zeigen sich nach drei Wochen die ersten Triebe! Herzlichen Glückwunsch zu dem ersten Erfolg!
Jürgen scheint eher mit der Gartenbegradigung beschäftigt zu sein, leider nichts zu finden, was mit den Erdäpfeln los ist. Anhäufeln musst die Erdäpfeln, lieber Jürgen, nicht platt machen! :D 
Juef hat auch schon ein Update gemacht und zwei seiner drei Erdäpfeln treiben brav an.
Bei Ulrike, die vier unterschiedliche Erdäpfeln gesetzt hat, zeigen sich unterschiedliche Triebe je nach Erdäpfelsorte.



Da ich in Italien war, bin ich erst letzte Woche dazugekommen, zum ersten Mal anzuhäufeln. Das war eigentlich zu spät, weil die Triebe schon sehr hoch waren.

Je öfter man anhäufelt, desto mehr Erdäpfeln kriegt man, habe ich gelesen. Die Pflanzen machen unter der Erdoberfläche waagrechte Triebe, die sich dann verdicken und zu Erdäpfeln werden.

Liebe Sina, daher hat dein Mann recht: Große Töpfe sind wichtig, damit Erdäpfeln diese waagrechten Triebe ausbilden können. Musst nur sehr aufpassen, wenn du umtopfst, dass du dieses feine Wurzelgeflecht, aus dem einmal Erdäpfel werden sollen, nicht zerreißt.
Gnadenlos so habe ich meine Erdäpfeltriebe total mit alter Erde bedeckt, um sie ein bissl im Höhenwachstum zu bremsen, damit mehr Kraft in das unterirdische Wachstum geht. 


Ja, so dachte ich halt. Und so schaute das am nächsten Tag aus: Die ersten Blättchen kämpften sich schon wieder nach oben! Mist!

Samstag, 18. Mai 2013

Lauwarmer Spargelsalat mit Räucherlachs



Letztes Jahr hat Nata vom Pastasciuttablog einen schönen Spargelsalat gezeigt, allerdings auf einem Salatbett - bei mir geht es dem Spargel nicht so gut, der kriegt kein Bett! Dafür Grobkörniges oben drauf: gebrochenen Pfeffer und Fleur de Sel.


Das gehört zu den wenigen Momenten, in denen ich auch zum Salz-Junkie werde: Ein schönes Stück Salzkristall auf einem perfekt gekochten Ei, das ist Luxus!

Der Spargelsalat ist einfach und schnell gemacht:
Nata entrindet Toastbrot, aber bei mir darf gewürfeltes No Knead Bread samt Rinde in eine Pfanne mit ein wenig Olivenöl, wo die Brotwürferln sanft vor sich hinbraten. Ebenso sanft wird der gewaschene und von den holzigen Enden befreite grüne Spargel in einer zweiten Pfanne in Olivenöl geschmurgelt. In der Zwischenzeit ein Ei 8 Minuten kochen - bloß nicht zu viel, denn zu hart gekochte Eier schmecken nicht.
Eine Marinade aus wenig Salz, Spargelessig vom Gegenbauer, Walnussöl vom Hartl und einem Hauch Honig abmischen. Den gegarten Spargel noch warm mit der Marinade mischen und ein paar Minuten stehen lassen.
Paradeiser in Stücke schneiden, zum Spargel geben und kurz miteinander vermischen. Dann alles schick auf einem Teller anrichten, mit Ei und Räucherlachs garnieren.
Und dann mit gebrochenem Pfeffer und Fleur de Sel oder anderem grobem Salz bestreuen.


Donnerstag, 16. Mai 2013

Mönchsbart-Frittata

Auf die Idee, einen Teil meines Mönchsbarts so zu verwerten, hat mich der liebe Robert gebracht, allerdings machte er Eiertätsch, das im Gegensatz zu Frittata flach bleibt. Frittata wird auf einer Seite angebraten, kurz in den Ofen geschoben und geht dort ein bissl hoch.


Zutaten für 2 Personen:
1/2 Bund Mönchsbart
1 Hand voll Kirschparadeiser (Deutsche nehmen Cocktailtomaten), halbiert
1 Schalotte, in kleine Würfel geschnitten
1 kleine Knoblauchzehe
6 Eier (Größe M)
1 kleines Stück Speck, würfelig geschnitten
Ricotta (schnittfesten, sonst Ziegenfrischkäse als Ersatz)
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Herd auf 250 Grad vorheizen.

Mönchsbart sehr gut säubern! Der ist dreckig ohne Ende. Wie mein Hund nach einem langen Spaziergang bei Regenwetter schaut der aus. Waschen, waschen und noch einmal waschen ist angesagt. Dann die Halme von den Stängeln zupfen. Mit einem Stück Küchenrolle abtrocknen. Und dann ist der Herd auch schon auf 250 Grad, wetten? ;)

In einer Oma-Pfanne (ofenfester Griff!) Olivenöl erhitzen, Speck und Schalotten anbraten, Knoblauch ganz fein hacken, kurz mit anbraten, Paradeiser und Mönchsbart ein paar Minuten mitbraten. In der Zwischenzeit die Eier verschlagen, salzen. Die Eiermischung zu den anderen Zutaten in die Pfanne geben, Ricotta abzupfen und in Wölkchen auf die Eiermischung setzen. Wenn die Eier auf der Unterseite angebraten sind, die Pfanne für ca. 4 Minuten ins Rohr geben. Ständig reinschauen, weil 250 Grad sind wirklich heiß, da geht das von einem Moment auf den anderen zwischen schön angebraten und verbrannt. Wenn die Frittata aufgegangen ist, herausnehmen und mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

 Mit Blattsalaten servieren.



Und weil's so wunderbar schnell geht, ist das mein Beitrag zur Cucina rapida:
Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de

Dienstag, 14. Mai 2013

Eingelegte Artischocken



Bevor es ans Rezept geht, hole ich ein bissi aus. Wir waren ja die letzten beiden Wochen in Italien, die meiste Zeit in Venedig. Und zwar genau zur Artischockenzeit! War zwar nicht beabsichtig, aber ein erfreulicher Nebeneffekt. Und in Venedig gibt es nur Weniges, das "normal" ist. Angefangen bei den Anfängen von Venedig, denn wer kommt schon auf die Idee, in einem Malariagebiet Holzpflöcke ins Meer zu hauen und da Häuser drauf zu bauen?

Aber zurück zu den Artischocken: Die heißen nicht einfach Carciofo wie im Rest von Italien, sondern Castraure.
Als ich die Preise für die Castraure am Markt bei der Rialto-Brücke gesehen habe, hat es mich fast aus den Socken gehauen: 1 Euro pro Stück! Und das sind wirklich winzige Dinger. Also entstand der Plan, die Artischocken direkt ab Erzeuger zu beziehen.

Diese Castraure wachsen auf einer venezianischen Insel namens San Erasmo - falls es jemand nicht wissen sollte: Venedig ist nicht eine einzige Insel, sondern besteht aus vielen kleinen Inselchen. Eine davon ist San Erasmo, eine ganz unbekannte und touristisch gar nicht erschlossene Insel - 4 km lang und ein paar hundert Meter breit. Sie ist gänzlich landwirtschaftlich genützt.

Die Artischocken bilden im ersten Jahr nur kleine Rosetten, ab dem zweiten Jahr kann für ca. 5 Jahre geerntet werden, dann ist Ende. Daher diese unterschiedlich großen  Pflanzen.


Der Tag war wunderbar! Strahlender Sonnenschein und überhaupt keine Touristen. Das war unglaublich wohltuend nach der Zeit, die wir durch Venedig, Murano, Burano und wie die Inseln alle heißen, geschoben wurden.  Es gibt ja auch wirklich nicht viel zu sehen auf San Erasmo als links und rechts Felder.

Als wir dort waren, hätte ich mir ein Fahrrad gewünscht, denn damit könnte man die Insel sicher wunderbar umrunden.

Man sieht es den Pflanzen an: das sind Disteln. Und die werden groß, ganz schön sogar. Hier habe ich den Turbohausmann neben eine Pflanze gestellt, damit man das ein bissl abschätzen kann.

Auf San Erasmo hat sich die Lage anders dargestellt als geplant: ein einziges Schild fanden wir, auf dem Direktvermarktung angeboten wurde. Dort war aber niemand anzutreffen. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, am Abend dort aufzukreuzen, weil tagsüber sieht man kaum jemanden.

Die Leute, die auf San Erasmo wohnen, fahren mit diesen kleinen dreirädrigen Transportwägen mit Ladefläche. Einige wenige haben unseren Weg gekreuzt, sonst waren wir mit jeder Menge Landschaft allein.

Wir mussten uns also leider wieder unverrichteter Dinge von San Erasmo verabschieden. Dennoch war die Zeit nicht vergeudet und sollte man sich ein paar Stunden auf dieser Insel gönnen, wenn man einmal vollkommen abseits der sonstigen touristischen Wege gehen möchte. Wir haben die Zeit auf der Insel genossen!


Manchmal überkommt mich der Wahnsinn und dann kommt so etwas heraus: Ich habe am letzten Tag einen Berg (ca. 1 Kilo) der wunderschönen winzigen Artischocken gekauft und mit nach Wien gebracht. Wenn ich keine Arbeit hab, dann mach ich mir eine ... Denn das, was ich da getan habe, war wirklich grenzwertig. Eine gefühlte Ewigkeit hat das gedauert, bis ich diese Winzlinge geputzt hatte!

Übrigens: Falls jemand Artischocken kauft, sollte man die wirklich rasch verarbeiten. Langes Herumliegen tut ihnen nicht gut, irgendwo habe ich gelesen, sie würden sogar giftig nach zwei Tagen, aber das kann auch ein Gerücht sein. Weiß vielleicht jemand Genaueres?




Letztens hat mir jemand gesagt, dass er absolut gar keine Ahnung hat, was man mit Artischocken eigentlich tun muss, damit man sie essen kann. Daher geht es mit Fotos und Schritt-für-Schritt-Anleitung weiter.

Schritt Nummer 1: Einen Topf mit 2 l Wasser und dem Saft von zwei Zitronen bereit stellen. Artischocken verfärben sich ganz rasch, wenn sie einmal angeschnitten sind. Das heißt, sofort nach dem Herumgeschnibbsel schmeißt man sie in das Zitronenwasser!

Man schneidet den Stiel der Artischocke ab und ca. 1/3 der Spitze.

Die äußeren, harten Blätter zupft man ab. Wenn die ersten Blättchen unten dick und fleischig sind, ist man dort angekommen, wo man hin will.

Die venezianischen Artischocken kann man angeblich ganz essen, aber ich bin da pingelig: Bei mir muss das Heu immer raus. Bei den Winzlingen am besten mit dem Stiel eines Mokkalöffels zu bewerkstelligen. Ist auch das heraußen, wandern die Artischocken in das Zitronenwasser.

Falls jemand nicht weiß, warum ich da Einweghandschuhe trage: Hier sieht man es. Artischocken färben grauslich ab und das hält auch recht gut an den Fingern.
Zu den Artischocken im Zitronenwasser kommt nun noch eine ganze Zitrone, in Scheiben geschnitten. Weiters ein paar Lorbeerblätter - meine sind bio und daher entsprechend klein, also habe ich 5 genommen. 2 TL schwarze Pfefferkörner, 2 Gewürznelken, 1 Glas Weißwein und 1 Glas Weißweinessig (je 1/8 Liter), weiters ein paar Zweige Thymian dazugeben und alles zum Kochen bringen. Meine kleinen Artischockerln waren nach 8 min. so weit, dass ich sie abseihen konnte.  Wenn sie ausgedampft sind, in noch heiße, sterilisierte Schraubgläser geben, mit Olivenöl bedecken, Gläser zuschrauben.

Ja, ja, ich weiß, ich werde einen Preis für dieses Foto gewinnen ... ;)



Inspiration für das Rezept war das Kochbuch "eatdrink" von Klaus Kamolz, erschienen im Metroverlag.

Sonntag, 12. Mai 2013

Wieder da.




Sehr schön ist es gewesen. Urlaubsposting habe ich dieses Mal keines gemacht, weil Italien ein Entwicklungsland ist, was Internetzugang betrifft.

Wir haben je ein Paar Schuhe durchgelatscht, die Zeiten am Pool waren eher knapp bemessen, aber ein Foto von meinen Chilischlapfen musste einfach sein.


Zu den venezianischen Artischocken wird es bald ein eigenes Posting geben - wir waren nämlich genau zur richtigen Zeit dort!














Wo das war, weiß bestimmt jemand. Frau Küchenschabe? Frau Fliederbaum? Ihr wisst das!


Und so hat mich das Wiener Wetter empfangen, aber mein Balkonien macht das alles wieder gut. Wenn ich aus meinem Arbeitszimmer schaue, sehe ich derzeit ein einziges Blütenmeer.


Der Estragon ist hüfthoch! Wird Zeit, dass ich wieder einmal Estragonsalat mache, bevor mir dieses Unkraut alles zuwuchert. Vor allem habe ich auch schnittfesten Ricotta aus Italien mitgebracht, also steht dem Salat nichts mehr im Weg.

Blühende Pimpinelle! Die hatte ich immer geerntet, sodass sie nie zum Blühen kam. Ich hab daher keine Ahnung, ob ich die Blüten besser wegzupfe. Weiß das jemand?


Ribiseln und Walderdbeeren wetteifern miteinander.

Und das Erdäpfelprojekt schreitet voran. Im Moment habe ich eine Regenpause für die Fotos genutzt, anhäufeln werde ich irgendwann nächste Woche, wenn einmal ein schöner Tag zum Gärtnern ist.
Ein Mitbringsel aus dem Urlaub: Mönchsbart. Da kommen demnächst auch zwei Postings, was damit geschehen wird.

Manche Leute sind komisch, die kaufen sich Blumen und stellen die in einer Vase auf den Tisch! Kennen die kein Gemüse? ;)